Die kognitive Verhaltenstherapie ist eines der psychotherapeutischen Richtlinienverfahren. Ihre Wirksamkeit wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien und Metaanalysen nachgewiesen. Sie zeichnet sich durch eine hohe Ziel- und Lösungsorientierung aus. Die Basis für eine gelingende Psychotherapie ist eine tragfähige Therapiebeziehung "auf Augenhöhe".
In der kognitiven Verhaltenstherapie werden als Ursachen für psychische Beschwerden vor allem Verhaltensweisen und Denkmuster gesehen, die in der Biographie gelernt wurden, aber nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation passen. Essentiell ist hierbei die genaue Analyse des Zusammenspiels aller auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren, um hieraus Methoden, Vorgehensweisen und individuelle Strategien zur Bewältigung Ihrer Schwierigkeiten zu erarbeiten. Wichtig ist zudem, dass Sie sich aktiv in die Psychotherapie einbringen. Denn: Nur durch Reden, ohne etwas Neues zu wagen, andere Verhaltensweisen auszuprobieren oder sich auf einen Perspektivwechsel einzulassen, wird keine dauerhafte Veränderung möglich werden.
Bei meiner Arbeit lege ich besonderen Augenmerk auf die Verbesserung sog. „transdiagnostischer Faktoren“ (Faktoren, die bei verschiedenen psychischen Störungen eine Rolle bei der Entstehung, Aufrechterhaltung und Behandlung von seelischen Beschwerden spielen), wie z. B. Emotionsregulation, kognitive Verzerrungen, Grübeln. Hierfür fließen Methoden der „Dritten Welle“ der kognitiven Verhaltenstherapie, wie Elemente der Acceptance- and Commitment Therapie, der interpersonellen Therapie oder der Schematherapie, mit ein.
Nachsorge
Ab September 2026 werde ich mittwochs um 08:30 Uhr eine Psy-RENA-Nachsorgegruppe anbieten. Vorgespräche sind aufgrund der Vorgaben der DRV ab der KW 30 möglich. Die Nachsorge findet in unseren Praxisräumlichkeiten in einem separaten Gruppenraum statt.
Psy-RENA ist eine Reha-Nachsorge, die Sie im Anschluss an eine psychosomatische Rehabilitation dabei unterstützen soll, die erlernten Verhaltensweisen und Strategien zur Stress- und Konfliktbewältigung und im Alltag und im Berufsleben umzusetzen. Die Nachsorge wird in Gruppen von 5 - 10 Teilnehmern durchgeführt. Die Dauer umfasst 25 Sitzungen sowie ein Vor- und Abschlussgespräch. Ich orientiere mich bei der Gestaltung der Gruppensitzungen an Ihren Zielen und Anliegen für die Nachsorge und gestalte diese als themenoffene Gruppe. Zugleich bringe ich Anregungen mit ein, sodass für Sie als Teilnehmer wichtige Inhalte der entsprechenden berufsbezogenen Gruppentherapien und des MBOR-Programms wie z. B. kurz- und langfristige Stressbewältigung, Konfliktmanagement, soziale Kompetenzen, etc. wiederholt, ergänzt und vertieft werden können. Aus meiner langjährigen Tätigkeit in Rehabilitationseinrichtungen (sowie aus persönlicher Betroffenheit - ich war auch langjährige Arbeitnehmerin und bin auch nur Mensch) weiß ich, dass es in der Regel nicht ausreicht, "Standardkompetenzen" zu fördern. Selbstoptimierung macht selten gesund. Manchmal müssen Entscheidungen über die eigene berufliche Zukunft getroffen werden, manchmal geht es um Trauer und Abschied von "alten" Arbeitsbedingungen sowie Einstellen auf Veränderung, manchmal um die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie. Hierbei profitieren Sie nicht nur von meiner Expertise, sondern von dem wichtigsten Wirkfaktor einer Gruppentherapie überhaupt: Von Ihren Mitpatienten! Sie werden verstanden und stellen fest, dass Sie mit ihren Problemen nicht allein sind. Auch Rückmeldungen und konstruktive Kritik wirken ganz anders, wenn sie von Mitpatienten kommen. Schließlich sitzen Sie im selben Boot. Ich freue mich auf eine spannende Zeit mit Ihnen!
Diagnostik
Auf Anfrage erstelle Gutachten für eine bariatrische Operation und führe eine ADHS-Diagnostik für Erwachsene durch. Diagnostik biete ich ausschließlich im persönlichen Kontakt an.
Eine Diagnostik der Autismus-Spektrum-Störung im Erwachsenenalter kann ich aktuell nicht anbieten. Die hierzu notwendigen leitliniengerechten Diagnostikverfahren, insbesondere die strukturierte Verhaltensbeobachtung, sind hochkomplex und benötigen eine intensive Ausbildung, Einarbeitung sowie eine regelmäßige Praxis. Daher verweise ich an spezialisierte Zentren. In der Regel benötigen Sie für einen Ambulanztermin in einer der Zentren eine ärztliche Überweisung. Die nächstgelegenen Möglichkeiten hierfür sind:
Immer wieder werde ich für Beratung, Coaching und systemisches Arbeiten angefragt. Mein Angebot ist derzeit auf heilkundliche Leistungen begrenzt. Daher stehe ich für beratende Tätigkeiten nicht zur Verfügung. Im Raum Paderborn sind die Beratungsstellen kirchlicher Träger (Caritas, Diakonie, EFL) sowie das Freie Beratungszentrum und die Beziehungswerkstatt adäquate und kompetente Anlaufstellen. Zudem gibt es einige spezialisierte Beraterinnen und Coaches (u.a. für berufliche Themen und für Paartherapie). Vielen Dank für Ihr Verständnis!